Die Vision

Als eine vielfältige Dorfgemeinschaft leben wir eine tiefe Verbundenheit mit dem Land und seinen Wesenheiten. Wir weben eine neue Kultur aus unseren individuellen Lebensfäden  und teilen eine gemeinsame starke Vision: das (Er)Leben einer neu-geborenen indigenen Daseinsform im Hier und Jetzt.

Wir bauen eine neue Kultur auf, die eine Basis schafft für die nächsten Generationen, ein tragfähiges, gesundes Gemeinwesen verkörpert und einen neuen heilsamen Weg in Gemeinschaft aufzeigt. Dieser neue Weg ist davon geprägt, dass wir die Kinder im Zentrum unseres Dorfes sehen und wissen, dass wir ihnen von Anfang an ermöglichen können, ein Leben der Verbundenheit auf allen Ebenen zu leben. 

Diese neue Kultur bauen wir auf, indem wir Rituale und Zeremonien in unserem Gemeinschaftsalltag kreieren, integrieren und zelebrieren. Dadurch erleben und vertiefen wir die Verbindung mit unserer (menschlichen) Natur im Jahreskreis  und wir gestalten und pflegen die Beziehungen zu ihr, unter uns Menschen und zu allen Wesen bewusst. Wir erkennen Rituale und Zeremonien als Werkzeuge für die Begleitung von Übergängen, als Formen der Beziehungspflege mit allen Wesen und als Ausdruck unserer Verbundenheit, unserer Dankbarkeit und unserer kreativen und gestalterischen Schöpfungskraft als Menschen.

Wir erkennen uns als Wesen, die die Schönheit des Lebens spiegeln, ehren und feiern.

Im Dorf ist es uns ein zentrales Anliegen, für die Bedürfnisse der Mütter zu sorgen und die Stimme der Mütter und Frauen als essentiell zu betrachten. Nur wenn es den Müttern gut geht und wir den Kontakt zum Ur-Mütterlichen in uns allen ehren, werden wir die Verbindung zu allem Lebendigen, zu dem Land, das wir hüten und zu den Seelen unserer Kinder, Enkelkinder und Urenkelkindern,… wahren und gestalten können.

Der Umgang mit Macht im Allgemeinen und Entscheidungsmacht im Speziellen wird in unserer Gemeinschaft bewusst thematisiert und durch Strukturen gehalten, die es fördern, dass die Stimmen aller gehört werden. Wir schenken uns ausreichend Raum für gemeinschaftliche Entscheidungsprozesse und formen dadurch einen Weg für einen fließenden, vertrauensvollen und verantwortungsvollen Umgang mit Macht und Führung

Es wird darauf geachtet, dass vor allem die Stimmen der Ältesten, der Mütter, der Kinder und der Jugendlichen gehört und respektiert werden. Der Kreis als Ur-Struktur für die Begegnung unter Menschen bildet die Basis für die Entscheidungsfindung  und vereint Klarheit und Struktur mit der Haltung des “Lauschens und der Entschleunigung”, damit alle leisen Stimmen und stillen Weisheiten gehört werden können (und vor allem auch die Wesenheiten des Landes und der nicht-sichtbaren Welt wahrgenommen werden).

Im Dorf wissen wir, dass der neue Weg eines friedlichen und würdevollen Miteinanders nur über die Heilung der Beziehungen zwischen Frau und Mann, zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen geht. Wir entscheiden uns als Frauen, als Männer, als Menschen diverser geschlechtlicher Zugehörigkeit dafür, das Weibliche sowie das Männliche in uns zu würdigen und in uns allen zu ehren. Dadurch gehen wir verantwortlich und bewusst mit Fragen der Liebe, der Partnerschaft, der Sexualität und der Beziehungsgestaltung in unserer Gemeinschaft um. Wir wenden uns der Beziehungsgestaltung in der Gemeinschaft in speziell gewidmeten Räumen, Ritualen und Zeremonien zu.

Als Erwachsene wissen wir, dass wir die Ältesten von Morgen sind und die Ältesten unserer Gemeinschaft wissen um das wichtige Band zwischen den Generationen. Dadurch ist Lernen und Wachsen in unserem Dorf keine Frage des Alters, sondern eine Frage der Beziehung. Wir lernen voneinander und beschenken uns mit unseren Fähigkeiten, Fertigkeiten, mit unserem Wissen und unseren Lebensweisheiten. Dazu haben wir Lernorte (als Zentren der Begegnung und für speziell gewidmete Orte für Kinder und Jugendliche) aufgebaut, in denen sich die einzelnen Altersgruppen ihren Projekten und Themen widmen können. Die Einbettung für das projekt-zentrierte Lernen in einzelnen Bereichen ist immer das vielfältige Lernen durch vielfältige Beziehungen und die verbindenden Aktivitäten. Der Fokus liegt darauf, dass Aktivitäten und Projekte für die und innerhalb der Gemeinschaft immer unter Einbeziehung aller Generationen geplant und umgesetzt werden. Verschiedenste Lernprojekte sind beständiger Alltag in unserem Gemeinschaftsleben.

Details zu den Lernorten

Die Vernetzung und die Verbindung als lokale Gemeinschaft im globalen Kontext ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir haben aktive Netzwerke und solidarische Partnerschaften zu anderen Projekten und Gemeinschaften weltweit und sind beteiligt an dem Aufbau eines globalen Heilungsfeldes für unsere Erde. 

Unsere solidarische Verbundenheit und das Verständnis von einer allumfassenden Beziehung zu anderen Kulturen und der Menschheit auf Erden drückt sich in unseren Forschungs- und Lernreisen aus. Wir wandern mit unseren Forschungsfragen und tauschen uns zu essentiellen Menschheitsfragen mit anderen Menschen, Projekten und Regionen aus. Durch unser Sammeln und Weitertragen von Ideen, Inspirationen und Erkenntnissen wirken wir im globalen Gemeinschaftsnetz auf befruchtende, inspirierende und bereichernde  Weise mit. Gemeinsam weben wir ein vielfältiges Netz aus resilienten, regenerativen Gemeinschaften. 

Details zu den Forschungsreisen & NomadenSchule mit Kindern und Jugendlichen

Als integraler Bestandteil in unserem Jahreskreis geben wir jedes Jahr im Sommer Raum für Besucher*innen und Gäste, um Teil zu sein von einem gemeinschaftlich gestalteten und von uns als Dorfgemeinschaft gehaltenem Heilungs- und Nährungsfeld für den Aufbau von Gemeinschaft. Wir laden ein zu einem spielerisch leichten nährenden Gemeinschaftserlebnis, das zugleich einen zeremoniellen Rahmen hat, um Übergänge und Prozesse zu begleiten. Das Ziel des Sommercamps ist es, dass wir die Begegnung mit Besucher*innen in unser Feld einladen und zugleich eine gegenseitige Bestärkung für die weiteren Alltagsaufgaben im Gemeinschaftsaufbau ermöglichen. Ausserdem ist das Sommercamp die Bühne zum Feiern und für den kreativen Ausdruck von Ernte und Dankbarkeit nach einem Gemeinschaftsjahr. 

Details zum jährlichen Sommercamp

Als beständige Projekte und Säulen des Gemeinschaftsalltag wirken die Projekte

Lernorte für Kinder

Forschungsreise/Nomadenschule 

und 

Sommercamp 

Sie sind auch der Ursprung der Dorfgeschichte!

Inspirationen:

Ecoaldea AldeaFeliz – Colombia

UBA QYNZA | Aldeafeliz – EcoAldea (Lernprojekt von Aldea Feliz)

Coyote Alberto Ruz

Huehuecoyotl | Ecoaldea

Tamera Peace Research & Education Center in Portugal

Escola da Esperanca

project peace

Bis hierher gelesen und du hast Resonanz? Ich freu mich drauf, wenn du mit mir in Kontakt gehst und ich auch deiner Vision lauschen darf!